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Wissenszentrum

Eigenschaften der elektrischen Isolation

ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN AN DIE ELEKTRISCHE ISOLATION

1- Die Wirkung von Feuchtigkeit verhindern oder minimieren 2- Die Leiter miteinander verfestigen 3- Mechanische Vibrationen verringern 4- Die Luft aus dem System verdrängen 5- Elektrischen Widerstand und Isolationsqualität erhöhen 6- Eine harte, glatte Oberfläche bilden, damit Staub, Schmutz usw. nicht in die Zwischenräume der Wicklung gesaugt werden 7- Als Endbeschichtung ein ansprechendes Aussehen geben 8- Gute Bindeeigenschaften haben und in die Zwischenräume der Wicklung eindringen können; hart genug sein, um Vibrationen und Fliehkräften standzuhalten 9- Wärmebeständig sein und bei Betriebstemperatur nicht erweichen 10- Feuchtigkeitsundurchlässig und beständig gegen Transformatorenöle und Schmieröle sein

ELEKTRISCHE EINFLÜSSE:

Ein vollständiges Versagen eines Isolierstoffs oder ein Nachlassen seiner Wirksamkeit hat folgende Ursachen.

DURCHSCHLAG:

Er tritt auf, wenn an den Isolierstoff eine zu hohe Spannung angelegt wird. Die Prüfung, die bestimmt, wie widerstandsfähig der Isolierstoff dagegen ist, heißt „Prüfung der Durchschlagfestigkeit“.

Die elektrische Festigkeit ist die Fähigkeit des Isolierstoffs, einer elektrischen Spannung standzuhalten. Dieser Wert wird in Volt/mil angegeben.

OBERFLÄCHENLEITFÄHIGKEIT:

Die Eigenschaft, die diesen Faktor bestimmt, heißt Oberflächenwiderstand.

KRIECHSPURBILDUNG (TRACKING):

Wird ein Isolierstoff unter elektrischer Spannung Bedingungen ausgesetzt, die die Oberfläche verschmutzen, etwa Feuchtigkeit, salzhaltiger Umgebung oder leitfähigem Staub, neigt er zu Oberflächenströmen, die leitfähige, baumartig verzweigte Spuren bilden. Dadurch wird der Werkstoff unbrauchbar.

DIELEKTRISCHE VERLUSTE:

Ein weiterer Faktor, der zum Ausfall beiträgt. Es handelt sich um den Energieverlust in einem Isolierstoff, der wechselnden elektrischen Spannungen ausgesetzt ist (er tritt als Wärme auf).

SPANNUNGSBESTÄNDIGKEIT:

Diese Eigenschaft gilt als eine Form der elektrischen Alterung. Unter dem Einfluss der Elektrizität verändert sich der Isolierstoff chemisch und verliert seine Eigenschaften.

LICHTBOGENBILDUNG:

Lichtbogenbildung lässt sich als Schädigung durch Entladungen beschreiben.

CHEMISCHE EINFLÜSSE:

Die schädlichen Einflüsse dieser Gruppe sind im Wesentlichen folgende: Luftfeuchtigkeit – Metall- oder Kohlenstaub

– Salzhaltige Umgebung – Öle als Schmier- oder Kühlmittel - Chemikalien

Am schädlichsten wirkt auf Isolierlacke die Feuchtigkeit. Wegen der polaren Natur des Wassers sinkt der elektrische Widerstand des Isolierstoffs, wenn Feuchtigkeit in organische Isolierstoffe eindringt. Wie viel Feuchtigkeit ein elektrisches Bauteil aufnimmt, hängt von Art und Aufbau des Bauteils ab. Auch ein als völlig feuchtigkeitsfest eingestufter Isolierstoff eignet sich unter Umständen nicht für Kommunikationsgeräte, die bei bestimmten Frequenzen arbeiten. Aufgrund neuer Entwicklungen bei Feuchtigkeitsaufnahme und Durchlässigkeit solcher Isolierstoffe werden anstelle von Isolierstoffen auf Cellulosebasis synthetische Polymere mit geringerer Feuchtigkeitsaufnahme eingesetzt.

MECHANISCHE EINFLÜSSE:

Die mechanischen Kräfte, denen Isolierlacke ausgesetzt sind, sind erheblich und müssen bei der Konstruktion des Geräts oder der Auswahl der Teile berücksichtigt werden. In der Praxis treten folgende mechanische Einflüsse auf:

Kräfte zwischen Leitern und anderen Metallteilen durch den magnetischen Fluss, die durch wechselnde magnetische Kräfte entstehen

Bewegungen durch unterschiedliche Ausdehnung und Schrumpfung der Teile, besonders beim Erwärmen und Abkühlen.

Sehr starke Fliehkräfte in rotierenden Maschinen (z. B. Elektromotoren).

Von außen auf das Gerät wirkende Kräfte (etwa durch große Elektromagnete oder Motoren, die Rüttelmaschinen antreiben).

Kräfte, die beim Biegen, Strecken und Formen während der Fertigung elektrischer Geräte auf die Isolierlacke wirken.

Ein Wickler arbeitet an der Werkbank an einer StatorwicklungKupferwicklungen in einem Elektromotorstator, NahaufnahmeEin Techniker verdrahtet einen Motorklemmenkasten, davor ein Rotor

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